Kaum zu glauben, aber wahr: Die Sommerferien sind schon wieder vorbei! Manche Pänz können kaum ihre Einschulung abwarten, manche können es kaum fassen, dass die „großen“ Ferien so schnell vorbeigegangen sind. Und auch bei vielen Erwachsenen kehrt mit dem Ferienende wieder Alltagsroutine ein.
Das war’s wohl fürs Erste mit ausschlafen. Die leichte Staubschicht auf dem Wecker, wird spätestens beim Einstellen auf 6:30 Uhr wieder entfernt. Die Tage werden länger, und das ganz unabhängig von der Jahreszeit. Die Biorhythmen sind also in den kommenden Tagen ganz schön gefragt.
Aber ganz ehrlich: Ich persönlich hatte einen tollen Sommer! Meine Zeit verbrachte ich viel in meinem neuen Bickendorfer Lädchen, was immer noch und immer wieder viel Arbeit mit sich bringt. Zum Glück Arbeit, auf die ich richtig Lust habe! Außerdem hatte ich schöne Zeiten in Italien, der Schweiz, in Frankreich, Scharbeutz, am Starnberger See, in München und – natürlich – in Bella Colonia. Eine ganze Menge neuer Songs bringe ich aus meinen „Sommerferien“ mit, und einer hat es sogar schon seit drei Wochen ins Gaffel am Dom-Live-Set geschafft, und ebenso die Duo-Feuertaufen in München und Monschau mit Bravour bestanden. Fleißige Konzertgänger wissen, welchen Song ich meine. Den anderen empfehle ich, mich freitags im Brauhaus, oder ab dem 7. Oktober auf meinen Konzerten der Jubiläumstour zu besuchen. Das Lied ist ab jetzt immer im Gepäck. Ich kann es kaum erwarten, die neuen Tracks aufzunehmen. Wenn das so weitergeht, erlebt ihr nächstes Jahr bei der „Levve & Liebe“-Tour ne Menge Überraschungen.
Im Hier und Jetzt steht allerdings auch Einiges an. Vergangenen Sonntag gab es die erste Lesung des Buches „Geheimtipp Köln“, an dem ich mitarbeiten durfte. Es war kein Sitzplatz mehr frei im Zimmermanns, und ich glaube, alle Beteiligten hatten eine gute Zeit und viel Spaß. Gleich danach ging es auf die Burg Monschau, wo Dennis Kleimann und ich ein Open Air mit dem Jubiläumstour-Programm zum Besten gegeben haben. Was war das eine tolle Kulisse und ein zauberhaftes Publikum! Das hat die Vorfreude auf die Tourfortsetzung nochmal so richtig entfacht (Gibt noch Tickets!).
Und dann steht ja noch das große „10 Johr Kölle singt“-Konzert in der LanxessArena am 27. September an. Daran arbeite ich ab jetzt bis zum Showtag täglich, weil ich wie immer das bestmögliche Programm auf die Bühne bringen will. Im Zuge dessen lohnt sich jetzt auch wieder häufiger der Blick in die lokale Presse und auf meine Social Media-Kanäle. Wir haben uns ein paar witzige Aktionen in den kommenden Tagen überlegt.
In all dem Gewusel versuche ich aber auch irgendwie an der Basis zu bleiben, und den „ganz normalen“ Alltag nicht aus den Augen zu verlieren. Und so sehe ich gerade aufgeregte Muttis mit ihren Kindern durch die Straßen gehen, die offensichtlich für Geschwister oder Freunde Schultüten gekauft haben. Bei meiner Einschulung 1988 waren die noch etwas kleiner, und bei mir war unter anderem ein Apfel drin. Das weiß ich noch genau, weil ich mir direkt beim ersten Abbeißen einen Milchzahn rausgerissen habe, und es blutete sehr stark auf das schicke Hemd, was ich mir extra für den großen Tag ausgesucht habe.
Manchmal – vor allen in stressigen Zeiten – sehne ich mich zurück nach dem Gefühl, wie es ist, wenn ein wackliger Milchzahn das größte Problem ist, was man hat.
Kommt gut im September an, vielleicht sehen und hören wir uns ja in der Arena – es wäre mir eine Ehre! Ich gehe jetzt eine Schultüte für eines meiner Patenkinder kaufen. Aber mit Apfelmus. Sicher ist sicher.
Üre Björn
Foto: Björn Heuser