Erstmals zeigt der Kölner Zoo Nachwuchs bei den Neuguinea-Filandern, einer kleineren Känguru-Art aus Papua-Neuguinea. Das muntere Jungtier, dessen Geschlecht noch nicht bestimmt ist, verlässt seit rund einer Woche regelmäßig den mütterlichen Beutel, um neugierig die Anlage zu erkunden.
Der 4-jährige Vater „Gerry“ und Mutter „Gisela“, 3, passen gut auf. Sie stammen beide aus Tschechien. Zusammen mit ihrem Nachwuchs und weiteren Känguru-Arten leben sie auf einer neuen, begehbaren Anlage am Drachenhaus, das der Zoo vergangene Woche als neue Attraktion eröffnet hatte. Gäste können dabei ganz entspannt durch den Känguru-Bereich an den Beuteltieren vorbei flanieren und den Tieren so mit dem notwendigen Respekt besonders nah kommen.
Stämmige Klein-Kängurus, wuselige Zwergotter – Zoos machen sich für den Erhalt stark
Die Südlichen Neuguinea-Filander zählen zu den kleineren Kängurus. Sie haben einen stämmigen Körperbau. Wie bei den meisten Kängurus sind die Hinterbeine deutlich länger als die Vorderbeine, der Schwanz ist relativ kurz und spärlich behaart. Das Fell ist in einem dunklen Graubraun gefärbt, die Unterseite ist deutlich heller. Lebensraum dieser Tiere sind vorwiegend Regenwälder und Regenwald-Savannen-Mischgebiete. Sie ernähren sich als reine Pflanzenfresser hauptsächlich von Gräsern und Blättern.
Der Südliche Neuguinea-Filander wird wegen seines Fleischs mit Hunden gejagt. Dies führte zum Verschwinden der Tiere aus dem südöstlichen Neuguinea, auch andernorts gehen die Bestände zurück. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) listet die Art daher als „gefährdet“ (vulnerable). Zoos setzen sich u.a. mit Erhaltungszuchtprogrammen für sie ein.
Willkommen im Drachenhaus – mitten unter exotischen Tieren Südostasiens
Im Drachenhaus, der Heimat der Filander, leben neben Kängurus viele weitere südostasiatische Tiere: Dazu zählen Komodowarane, Paradiesvögel, Tigerpython, Zwergotter, Balistare, Hornvögel oder exotische Enten – näher ist man Südostasien im Rheinland nirgends. Die Anlage für Komodowarane im Kölner Zoo ist eine der größten ihrer Art weltweit und die einzige in Nordrhein-Westfalen. Sie ist direkt zu einem der Publikumsmagneten im Kölner Zoo geworden,