„Zohan“, „Prija“ und „Reeva“, die drei fünf Monate alten Asiatischen Löwen im Kölner Zoo, entwickeln sich weiterhin sehr gut. Ihrem Alter entsprechend knabbert das muntere Trio bereits regelmäßig an Fleisch am Knochen. Zusätzlich trinken sie auch weiterhin Milch bei der zwölfjährigen Mutter „Gina“, die ihre Rolle sehr gut ausfüllt. Fünfter im Bunde der Kölner Löwenfamilie ist der zehnjährige Vater „Navin“.
Der Clan ist fast immer zusammen auf der Außenanlage des Bereichs für Asiatische Löwen zu sehen. Bevorzugter Aufenthaltsort ist die Liegefläche im linken Teil des Geheges in Nähe der großen Panorama-Sichtfenster mit freier Sicht der Gäste auf die Großkatzen. „Zohan“, „Prija“ und „Reeva“ – zwei Weibchen und ein Kater – toben gern spielend durch die Anlage oder klettern ausdauernd auf den Elterntieren. Während die erfahrene Mutter „Gina“ den Nachwuchs gern gewähren und ihm „lange Leine“ lässt, verschafft sich Vater „Navin“ ab und an mit tiefem Knurren Respekt.
„Die Entwicklung verläuft so, wie sie sein soll, was uns natürlich sehr freut“, erklärt Dr. Alexander Sliwa, als Kurator im Kölner Zoo unter anderem zuständig für Katzen. Eines der Jungtiere – das Weibchen Reeva – hatte sich jüngst eine Pfote verstaucht. Nach etwas Schonung ist nun aber alles wieder verheilt.
Erhaltungszuchtprogramme in Zoos
Der Kölner Zoo hält seit 28 Jahren die hochbedrohten Asiatischen Löwen. Insgesamt 18 Jungtiere erblickten am Rhein schon das Licht der Welt. Löwen, inklusive der Löwen in Afrika, sind inzwischen als Art von der Weltnaturschutzunion (IUCN) auf der Roten Liste als „gefährdet“ (vulnerable) geführt. Die letzten der einst weit verbreiteten Asiatischen Löwen haben sich im und um den Gir Nationalpark, gelegen im nordwestindischen Bundestaat Gujarat, gehalten.
Dort schützte man die verbliebenen 20 bis 50 Tiere effektiv. Ihre Population war die Basis für die nun inzwischen wieder mehr als 600 Löwen im Gir Wald-Ökosystem und die insgesamt 150 Asiatischen Löwen des Erhaltungszuchtprogramms (EAZA Ex-Situ Programm) in Zoos des Europäischen Zoo und Aquarien-Verbands (EAZA).
Die Kölner Nachzuchten sind für diese Erhaltungsprogramme sehr wichtig.
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